Klosterjubiläum

50-jährige und 10-jährige Klosterzugehörigkeit

Pater Andreas O.Praem. und Pater Michael O.Praem. feiern ihre Klosterzugehörigkeit gemeinsam. Im Mai 1966 trat Pater Andreas als 19jähriger Mann in die Prämonstratenser-Abtei Hamborn ein und legte nach seinem Noviziat am 04.05.1968 die zeitliche Profess ab, durch die er sich an den Orden und die Kirche band. Heute nach 50 Jahren Profess kann er auf ein bewegtes Ordensleben zurückschauen. „Getragen sein von Gemeinschaft“, so der 71jährigen, „ist für mich das Wichtigste, wenn ich zurückschaue.“ Mit diesem „getragen sein“ meint er nicht nur seine Mitbrüder, sondern auch die Freunde und Förderer des Klosters, wie auch die Menschen in den Pfarreien, in der er gewirkt hat und immer noch wirkt. Dagegen schaut Pater Michael O.Praem. auf seine zehnjährige Ordenszugehörigkeit zurück. Der damalige 35jährige Diplom-Theologe wurde im Mai 2008 durch die Einkleidung in den Prämonstratenser-Orden aufgenommen. Sein Weg in den Orden und sein Weg Priester zu werden waren in den Jahren nicht immer gerade: „Ich habe erst nach meiner Berufsausbildung mit dem Theologiestudium begonnen. Viele sagen dazu ‚Spätberufen’ – ich würde eher sagen, ‚Spätantwortender’“, schmunzelt Pater Michael. Aber damit ist der heutige 45-jährige in der Abtei Hamborn nicht alleine, denn viele seine Mitbrüder haben vor dem Klostereintritt einen Beruf erlernt. „Seelsorge ist für mich, die Menschen an den Knotenpunkten und Wegkreuzungen ihres Lebens zu begleiten und als Hoffnungsträger für das Leben zu stehen.“

Beide Chorherren feiern ihre Jubiläen gemeinsam am Pfingstmontag, 21.05. um 18:30 Uhr mit einer festlichen Vesper, in der Bruder Hubertus von der Huysburg die Predigt halten wird, in der Universitätskirche St. Petri. Im Anschluss laden die Prämonstratenser zu einem gemütlichen Beisammensein mit Imbiss ein.

Hintergrund

Ordensgelübde sind das öffentliche Versprechen eines Novizen in einer Ordensgemeinschaft, nach den evangelischen Räten und unter einem Oberen nach einer Ordensregel zu leben. Das Ablegen der Ordensgelübde wird auch als Profess (Profess von lat. professio, ‚Bekenntnis‘) bezeichnet, ein Ordensangehöriger, der die Gelübde abgelegt hat, als Professe.
Im Einzelnen verspricht der Ordensangehörige den im Matthäusevangelium genannten Räten der Armut, der ehelosen Keuschheit und des Gehorsams zu folgen und sich für einen bestimmten Zeitraum (zeitliche Profess) oder dauerhaft (ewige Profess) an die Ordensgemeinschaft zu binden. Das Ablegen der Gelübde hat kirchenrechtliche Folgen und beeinträchtigt die Erwerbs- und Besitzfähigkeit des Professen.

Informationen zur Prämonstratenser-Abtei Hamborn:
Der Orden der Prämonstratenser (auch Norbertiner) wurde 1121 von Norbert von Xanten in Prémontré /Frankreich gegründet. Norbert folgte damit der Vision eines offenen Klosters mit einer tätigen Bruderschaft. Die Prämonstratenser waren und sind seelsorgerisch in den unterschiedlichsten Bereichen als Priester und Lehrer tätig.
Die Abtei Hamborn wurde 1136 gegründet und bestand bis zur Säkularisation 1806. Der Konvent kehrte 1959 wieder in die Abtei zurück und zählt heute 18 Mitbrüder. Neben der pastoralen Arbeit in der Hamborner Pfarrgemeinde sowie weiteren Gemeinden nehmen einzelne Mitbrüder Aufgaben in der bischöflichen Verwaltung, in der Leitung des Hilfswerks SUBSIDIARIS in Magdeburg, in der Unternehmensberatung, im schulischen Unterricht, in der geistigen Betreuung von Ordensschwestern, von kirchlichen Vereinen und Verbänden, in Lehre und Wissenschaft an Universitäten, sowie der Notfall- und der Feuerwehrseelsorge, der Kranken- und Altenseelsorge wahr. Der heutige Konvent leistet so einen wichtigen Beitrag mit pastoralem, kulturellem und sozialen Engagement. (MS)

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